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Einführung des Abendmahls mit Kindern

Unter den ersten Christen war es selbstverständlich, dass Christen mit der Taufe auch zum Abendmahl eingeladen sind. Dies blieb auch so, als sich die Kindertaufe immer mehr verbreitete. Der Kirchenvater Aurelius Augustinus etwa schreibt „Es sind Kinder, aber sie werden zu Gliedern von ihm [Christus]. Es sind Kinder, aber sie empfangen seine Sakramente. Es sind Kinder, aber sie werden zu seinen Tisch- genossen, damit sie das Leben haben.“

Den Reformatoren um Martin Luther war es nun besonders wichtig, dass Glaube auch Verstehen heißt. Die Christen sollen nachvollziehen können, worum es in der christlichen Lehre geht. Deshalb haben sie den Konfirmandenunterricht als nachträglichen Taufunterricht eingeführt. Hier soll den jungen Menschen nahegebracht werden, was alles mit dem christlichen Glauben verbunden ist. Der Abendmahlsempfang wurde an die Konfirmation geknüpft.

So war jahrhundertelang in der evangelischen Kirche die Konfirmation Voraussetzung für die Teilnahme am Abendmahl.

In unserer Gemeinde erstreckt sich der Konfirmandenunterricht über einen Zeitraum von fast fünf Jahren. In dieser Zeit nehmen die Kinder an verschiedenen Gottesdiensten teil. Um deutlich zu machen, dass alle Getauften, ob klein oder groß, zum Abendmahl eingeladen sind, hat der Kirchenvorstand auf seiner letzten Klausurtagung beschlossen, auch Kinder zum Abendmahl zuzulassen.

Allerdings wollen wir dem Anliegen der Reformatoren Rechnung tragen. Auch die Kinder sollen verstehen, worum es geht. Deshalb sind sie erst zugelassen, wenn sie im Rahmen des KU-4-Unterrichts das Thema behandelt haben und sie auf eine würdige Teilnahme vorbereitet sind. So soll gewährleistet sein, dass auch die jüngsten Gäste mit der gebotenen Achtung zum Tisch des Herrn gehen.

Das erste Mal feiern wir das Abendmahl mit Kindern und Erwachsenen im Reformationsgottesdienst am 31. Oktober um 18.00 Uhr.

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